Ein Meilenstein für die Blasmusik - Spatenstich in Plochingen!

Mit der Zusage des Bewilligungsbescheides und der Fördersumme von 10,8 Mio. € seitens der Landesregierung beglückwünschte Staatssekretärin Petra Olschowski den BVBW zum Spatenstich des Musikzentrums Baden-Württemberg.

Die dunklen Wolken verzogen sich zum Beginn der Zeremonie fast ganz, doch der eiskalte Wind blieb. Dieser konnte aber dem feierlichen Rahmen des Spatenstichs für das neue Musikzentrum in Plochingen nichts anhaben. Im Sommer 2018 soll mit dem Bau begonnen werden. Damit bekommt die Neckarstadt zentrale Bedeutung in der Blasmusikgeschichte.

Von Thomas Krytzner

Lange sah es so aus, als ob aus dem Traum des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg nichts wird. Denn die finanziellen Mittel reichten auch mit den ersten vorgesehenen Summen aus der Politik hinten und vorne nicht. Doch die Mitglieder des Landtags, besonders der Regierungsparteien Grüne/CDU) konnten sich schließlich einigen und verabschiedeten eine Forderung über 16 Millionen Euro für den Neubau des Musikzentrums in Plochingen sowie für den Neubau der Akademie des BDB in Staufen. Gestern trafen sich nun ca. 300 Vertreter aus Politik, Landesmusikverband und aus den Kreismusikverbänden auf dem neuen Gelände hinter dem Feuerwehrgebäude. Der Himmel zeichnete mit seinem Wechsel zwischen Sonne, Wolken und Regen die Historie bis zum Spatenstich ab. Verbandspräsident Rudolf Köberle war bei seiner Begrüßung sichtlich froh, dass sich die Sonne mehrfach zeigte. Er sprach von einem denkwürdigen Datum, dass nicht nur für all die aktiven Musiker, sondern vor allem auch für den Nachwuchs in der Musikszene in Erinnerung bleiben werde. Auch Bürgermeister Frank Buß wies auf die Bedeutung des Neubaus hin. Immerhin bekommt Plochingen mit der Fertigstellung der Musikakademie nicht nur regelmäßigen musikalischen Besuch, sondern es werden zusätzliche Arbeitsstellen für die Stadt geschaffen.

Nachwuchs als Mittelpunkt

Staatssekretärin Petra Olschowski bedauerte, dass sie nicht gleich den Bewilligungsbescheid des Landes für den Bau im Gepäck hatte, machte aber Hoffnung, dass hier keine Hürden mehr im Weg stehen würden. „Die Gutachten sind eingetroffen und es gibt keine Bedenken.“ Petra Olschowski betonte auch, dass die Fördersumme für den BVBW von 10,8 Mio € im Landeshaushalt definitiv gesichert sei! Sie lobte die verzahnte Zusammenarbeit zwischen Politik und Blasmusikverband und bestätigte, dass mit dem Neubau des Musikzentrums auch ein wichtiger Grundstein für die Ausbildung und damit den Erhalt der Jugend bei der Blasmusik geschaffen werde. Ausdrücklich lobte die Staatssekretärin die Arbeit des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert. „Mit über 1400 Vereinen im Verband gehört der Blasmusikverband Baden-Württemberg zu den erfolgreichsten Institutionen im Land.“ Petra Olschowski freute sich auch, dass die Zahl der jugendlichen Musikanten entgegen dem Trend weiter zunehme und dass die Jugendensembles weiterhin großen Zulauf haben. Einer der Fürsprecher für das geplante Musikzentrum ist Landespolitiker Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Er stellte fest, dass die Blasmusik im Schwabenland eine große Bedeutung genießt. Deshalb sei es ihm so wichtig gewesen, dass es mit dem Bau vorwärtsgehe. Vor allem der Standort Plochingen sei ideal für die Akademie. „Die Stadt ist von überall gut erreichbar. Sie können Plochingen mit Bahn, Bus und Auto sehr gut erreichen. Und wenn die Neckarschleuse verlängert ist, besteht zudem die Möglichkeit, mit dem Schiff nach Plochingen zu kommen. Auch Karl-Wilhelm Röhm, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU in Baden-Württemberg freute sich als Freund der Blasmusiker und gern gesehener Konzertgast auf den Baubeginn der Musikakademie.

Spatenstich in Kinderhand

Normalerweise greifen die hochrangigen Vertreter aus Politik und Verbänden gerne selbst zur Schaufel, wenn es um fotowirksame Spatenstiche geht. Nicht so in Plochingen! Verbandspräsident Rudolf Köberle erklärte die unkonventionelle Vorgehensweise: „Der Nachwuchs ist für uns eine wichtige Stütze und das Musikzentrum bauen wir ja in erster Linie für die Jugend.“ Da durften fünf besonders stolze Kinder und Jugendliche von der Stadtkapelle Plochingen zu Schaufel und Bagger greifen, um den Spatenstich zu vollziehen. Allerdings nicht ohne genaue Beobachtungen der anwesenden Prominenz. Dafür gab es vom Blasmusikverband für die erledigte Spatenarbeit eine große Tafel Schokolade. Im Anschluss gab es wärmenden Glühwein für alle im benachbarten Feuerwehrgebäude und das Landesblasorchester (LBO) lud zum Konzert in die Plochinger Stadthalle ein.

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