Fachbereich im Blasmusikverband diskutiert Probleme und Zukunft auf Tagung
Frischer Wind weht im Fachbereich Spielleute des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg. Der Einladung zur Tagung im Musikerheim in Herbertingen waren von den insgesamt 32 aktiven Musikgruppen genau die Hälfte angereist.
Nach dem Rücktritt des Vorsitzenden Josef Drixler vor zwei Jahren, konnte jetzt Generalsekretär Prof. Dr. Hubert Kempter Petra Diemar-Epple als neue Vorsitzende des Fachbereichs Spielleute im Blasmusikverband Baden-Württemberg beglückwünschen. Am Tag vor der Tagung wurde die 50-jährige bei der Tagung des Präsidiums und Landesvorstandes des BVBW gewählt. Auf einer Tagung in Herbertingen diskutierten Führungsgremium und die Vertreter der Spielmanns- und Fanfarenzüge wie die Arbeit fortgeführt werden soll.
Im März hatte es bereits eine Zusammenkunft gegeben um die Dachorganisation der Spielmanns- und Fanfarenzüge wieder neu zu motivieren. Damals fand sich das jetzige Gremium und präsentierte nun den Vereinsvertretern erste Ergebnisse seiner Arbeit. Wahlen des gesamten Gremiums standen aber jetzt nicht zur Debatte: „Wir bleiben vorerst kommissarisch im Amt“, teilte die Vorsitzende Petra Diemar-Epple mit. Wahlen sollen erst bei der Tagung im Oktober nächsten Jahr stattfinden. „Jetzt geht es darum, ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, wo unsere Probleme und Ressourcen liegen.“ Eine schwierige Hürde hatte die Vorstandschaft bereits genommen und die veralteten Daten der 32 Verbandsmitglieder aktualisiert. „Wir müssen besser vernetzt sein“, betonte Diemar-Epple.
Zur Vernetzung soll auch die Internetseite mit der Adresse www.bvbw-spielleute.de dienen. „Nutzt diese Plattform, um euch zu präsentieren und zum Beispiel Veranstaltungen bekannt zu geben“, forderte die Vorsitzende auf. Aktuelles und wichtige Daten sind für alle so gut und schnell erreichbar ist sich auch Medienbeauftragte Gabriele Armbruster sicher. Bei der Vorbereitung zur Sitzung waren den Vereinen Fragebogen zugegangen. In dieser Umfrage teilten die Vereine Anregungen mit. Ein Ergebnis war, dass der Bedarf an Weiterbildung wie z.B. Probenpädagogik, Stabführung und Vorbereitung zu den D-Lehrgängen die Spielmanns- und Fanfarenzüge beschäftigen, so Jochen Blersch bei der Präsentation für die Anwesenden. Entsprechende Fortbildungen wird das Führungsgremium jetzt vorbereiten. Außerdem soll bereits im März kommenden Jahres ein Probenwochenende für alle Verien zur Vorstellung neuer Musikstücke aus verschiedenen Verlagen stattfinden. Eine gute Gelegenheit, musikalisch voneinander zu lernen, aber auch um ins Gespräch miteinander zu kommen, waren sich die Vereinsvertreter unisono einig.
Das Gespräch und der Austausch kamen aber bereits bei der sonntäglichen Sitzung in Herbertingen nicht zu kurz. Ausblicke der einzelnen Gruppierungen, Probleme in den Vereinen oder Besonderheiten wurden von den Anwesenden mit den Fachbereichs-Mitgliedern diskutiert. Auch bei Vereinsverwaltung und Finanzen haben die Spielmanns- und Fanfarenzüge Austauschbedarf. Michael Lang, der als fachkundiges Mitglied im Gremium sitzt, gab den Hinweis darauf, dass die Züge sich etwa von den Musikvereinen abkoppeln könnten, um Geld zu sparen. „Denn für Spielleute muss ein deutlich geringerer Gema-Beitrag gezahlt werden“, erklärte Lang. Prof. Dr. Hubert Kempter, Generalsekretär im Blasmusikverbandes Baden-Württemberg, stimmt zu, dass „in der Gesamtsumme finanziell Vorteile entstehen, aber der administrative Aufwand wächst“. Er bot den Vereinen an, dass dies jeder für sich durchrechnen solle und bei Bedarf mit ihm bei der Geschäftsstelle des Verbandes Kontakt aufnehmen sollte.
Mit Applaus und dem Versprechen, dass viele Hausaufgaben, sowohl im Gremium wie in den einzelnen Vereinen zu erledigen sind, machten sich alle auf den Heimweg. Die nächste Tagung wird in einem Jahr stattfinden und das Seminar zur Proben-Pädadogik mit dem bekannten Dozenten Michael Stecher findet ebenfalls im nächsten Jahr statt. Der genaue Termin zum Vormerken steht schon fest: Samstag. 10. November 2012.
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