Der Architektenwettbewerb ist in vollem Gange

Pressemitteilung, Plochingen, 18.11.2015   Der Architektenwettbewerb ist in vollem Gange   Von Nina Möllerring

Der Architektenwettbewerb für das neue Musikzentraum Baden-Württemberg in Plochingen ist in vollem Gange. Insgesamt 20 Architekturbüros aus ganz Europa nehmen daran teil. Zwölf davon trafen sich Anfang November im Feuerwehrhaus Plochingen, um bei einem freiwilligen Kolloquium die Rahmenbedingungen für den Neubau zu besprechen. Die hohe Anzahl an teilnehmenden Büros ist ein sehr gutes Zeichen, was auf ein großes Interesse der Büros an der Aufgabenstellung und deren Verwirklichung schließen lässt.

„Es geht darum, die perfekte Mischung aus Wirtschaftlichkeit, Ästhetik und Zweckmäßigkeit zu finden“, erklärt Harald Eßig das Ziel des gemeinsamen Treffens mit den Wettbewerbsteilnehmern. „In diesem Kolloquium hatten die Architekten die Chance, die Wettbewerbsbedingungen für das Projekt ‚Musikzentrum Baden-Württemberg’ noch einmal zu diskutieren und nachzuhaken“, so der Geschäftsführer des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg. Präsident Rudolf Köberle, Vizepräsident Karl Glöckler, Ilka Hermann als Vertreterin des Landesblasorchesters sowie Plochingens Bürgermeister Frank Buß nebst seinen fachkundigen Mitarbeitern waren ebenfalls vor Ort, um die Fragen der Teilnehmer zu beantworten. 

Wie wichtig ist die Akustik? Brauchen wir eine Garage? Muss ein neuer Busparkplatz mit eingeplant werden? Fragen wie diese spielen in der aktuellen Planungsphase eine wichtige Rolle. Vor allem der Aspekt „Aufenthaltsqualität“ beschäftigt die Architekturbüros. „Wir wollen keinen Orchestersaal,  in dem große Konzerte gespielt werden können“, beton Harald Eßig. „Die Räume im Musikzentrum sind vor allem zum proben da. Die Musiker verbringen teilweise Stunden, ja ganze Tage in diesen Räumen. Deshalb müssen sie sich darin auch wohl fühlen.“

Doch so anspruchsvoll auch die Aufgabenstellung ist, so vielversprechend präsentierten sich die Wettbewerbsteilnehmer beim Treffen in Plochingen. „Die Stimmung untereinander war gelöst und produktiv“, bilanziert Harald Eßig. „Jeder war gut vorbereitet und die Vielfalt der Büros verspricht unterschiedlichste und spannende Entwürfe für unser neues Musikzentrum.“

Welches Architekturbüro am Schluss das Rennen machen wird, soll am 4. Februar in Plochingen entschieden werden. Eine Fachjury wird dann die einzelnen eingesendeten Wettbewerbsbeiträge bewerten.


Musikzentrum Baden-Württemberg: Kaufvertrag für Grundstück unterzeichnet

Musikzentrum Baden-Württemberg: Kaufvertrag für Grundstück unterzeichnet

 

Am 1. Juni 2017 war es soweit: Der Kaufvertrag zwischen der Stadt Plochingen und dem Blasmusikverband Baden-Württemberg e.V. (BVBW) für den Erwerb des ca. 4.300 qm großen Baugrundstücks konnte unterzeichnet werden. Bürgermeister Frank Buß sowie BVBW-Präsident Rudolf Köberle konnten ihre Unterschriften unter das Dokument setzen, nachdem in intensiver Zusammenarbeit die Stadtverwaltung Plochingen sowie der Bauausschuss des BVBW die Inhalte des Vertrages ausgearbeitet hatten.

 

„Jetzt kann es endlich losgehen“, so BVBW-Präsident Köberle. „Die Unterschriften geben uns nunmehr die Rechtssicherheit, welche wir für die Aufnahme der Arbeiten der Fachplaner benötigen. Die Stadt Plochingen hat uns ein bestens geeignetes Grundstück zur Verfügung gestellt, welches unseren Planungsentwurf des Architekturbüros Lederer, Ragnarsdottjir und Oei ideal zur Geltung kommen lassen wird.“ Auch Bürgermeister Buß ist überzeugt, dass die Bebauung mit dem Musikzentrum dem Bahnhofsareal ein neues, städtebaulich markantes Gesicht geben wird. „Es war uns immer ein großes Anliegen, die freien Grundstücke am Bahnhof einer hochwertigen Bebauung zuzuführen. Der BVBW ist hier mit seinem auf das ganze Land Baden-Württemberg ausstrahlenden Musikzentrum ein idealer Partner. Gemeinsam werden wir nun schnellstmöglich die Grundlagen dafür schaffen, dass der Bau beginnen kann.“

 

Das „Musikzentrum Baden-Württemberg“ wird als Haus für die Amateurmusik eine neue Qualität in der Aus- und Fortbildung ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunftssicherung unserer Vereine in ganz Baden-Württemberg leisten. Neben einem modernen Akademiebereich ist eine Beherbergung für gut 100 Seminargäste geplant sowie ein Bürotrakt für die Verwaltung der Akademie und des Verbandes. Weitere Verbände der Amateurmusik werden voraussichtlich ebenfalls ihren Geschäftssitz in das neue Musikzentrum verlegen, so dass hier ein zukunftsweisendes Kompetenz- und Service-Netzwerk für die musiktreibenden Vereine entstehen wird. Die veranschlagte Bausumme für das Musikzentrum beträgt 15,9 Mio. EUR und wird vom Land Baden-Württemberg mit 10,8 Mio. EUR bezuschusst. Das Musikzentrum soll Mitte 2020 seinen Betrieb aufnehmen.

 

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